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M&A in DACH 2026: Zwei Geschwindigkeiten, ein klarer Trend zur Qualität

Bewertungsmultiplikatoren, Dealflow und Ausblick für den DACH-Mittelstand 2026 — wo die Multiples stehen, welche Sektoren die Konsolidierung treiben und worauf Verkäufer jetzt achten müssen.

Marktreport Kategorie
15. Januar 2026 Datum
Oliver Grigat Autor
12 Min Lesedauer

Zwei Geschwindigkeiten im Markt

Der DACH-M&A-Markt zeigt 2026 zwei Geschwindigkeiten: stabile Strategentransaktionen im Mittelstand auf der einen, vorsichtigere, aber hochselektive Private-Equity-Aktivität auf der anderen Seite.

Was beide Lager eint: Qualität wird wieder konsequent bezahlt, mittelmäßige Assets bleiben liegen. Käufer prüfen schärfer, länger und entlang härterer Kriterien — von der Ertragsqualität über die Cash-Conversion bis zur Resilienz der Lieferketten.

Bewertungsniveaus und Dealflow im DACH-Mittelstand
Bewertungsniveaus und Dealflow im DACH-Mittelstand — Stand Q4 2025.
5,8–7,2× EBITDA-Multiples im qualitativen Mid-Market
+9 % Dealflow ggü. Vorjahr (Strategen)
62 % Anteil Cross-Border an den Transaktionen

Bewertungen normalisieren sich

Nach der Korrektur 2023/24 haben sich die Multiples auf einem neuen, tragfähigen Niveau eingependelt. Die Spreizung zwischen erstklassigen und durchschnittlichen Assets ist dabei so groß wie selten — ein „Quality Premium", das gut vorbereitete Verkäufer überproportional belohnt.

Für Verkäufer heißt das: Eine saubere Equity-Story, belastbare Zahlen und nachweisbare Exit-Readiness entscheiden über den erzielten Preis — nicht der Markt allein.

Marktdaten

Dealflow & Erfolgsquoten 2026

Die Aktivität verschiebt sich Richtung Buy-&-Build und Cross-Border — und gut vorbereitete Verkäufer schließen rund doppelt so häufig ab wie unvorbereitete.

Cross-Border-Anteil an Transaktionen 62 %
Buy-&-Build am Mid-Market-Dealflow 55 %
Abschlussquote — vorbereitete Verkäufer 84 %
Abschlussquote — unvorbereitete Verkäufer 38 %
Indikative Werte auf Basis von Fortlane-Mandaten und Marktbeobachtung, Stand Q4 2025.

Der Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden Exit liegt 2026 fast immer in der Vorbereitung — nicht im Marktfenster.

Oliver GrigatPartner · Corporate Finance, Fortlane Partners

Wo die Aktivität entsteht

Buy-&-Build, Carve-outs aus Konzernen und Distressed-Situationen treiben den Dealflow. Plattform-Strategien im Mittelstand laufen weiter, weil Add-ons die durchschnittlichen Einstiegsmultiples senken und Synergien schneller realisierbar sind.

Sektoral verschiebt sich die Dynamik in Richtung Industrials mit Transformationsdruck, Healthcare-Konsolidierung sowie TMT/Software mit wieder anziehender, aber disziplinierter Bewertung.

Ausblick 2026

Wir erwarten ein selektiv aktives Jahr: mehr Prozesse, längere Timelines, höhere Abbruchquoten bei unzureichend vorbereiteten Assets. Wer früh in Vendor Due Diligence, Datenraum und Equity-Story investiert, verkürzt den Prozess und schützt die Bewertung.

FAQ

Häufige Fragen zum Report

Welche Sektoren stehen im Fokus?

Industrials, Healthcare, TMT/Software und Energy/Infrastructure — mit unterschiedlicher Dynamik und Bewertung.

Wie aktuell sind die Daten?

Stand Q4 2025, mit Ausblick auf das Gesamtjahr 2026.

Gibt es eine Langfassung als PDF?

Die ausführliche Fassung mit allen Charts erhalten Abonnent:innen von FLPside.

Wie unterstützt Fortlane Verkäufer konkret?

Von Vendor Due Diligence über Datenraum und Equity-Story bis zur Prozessführung — wir bereiten den Exit so vor, dass er Bewertung und Timeline schützt.

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